Frankreich und Spanien nach dem Orkan
Am Freitag waren in Frankreich und Spanien von den zuständigen Wetterämtern Warnungen herausgegeben worden, eine Sturmfront war im Anmarsch. Diese entwickelte sich im Laufe des Abends und am Samstag zu einem Orkan, der weite Teile des Landes Verwüstete und mindestens 16 Menschen tötete. Betroffen war insbesondere die Nordspanische Stadt Barcelona, hier hatten sich Kinder unter ein Dach geflüchtet, dieses hielt dem Wind nicht stand und brach mit einer Mauer zusammen. Mehrere Kinder wurden unter den Trümmern begraben. Vier konnten von den Rettungskräften nur noch tot geborgen werden, 15 wurden teils schwer verletzt.
Bäume wurden entwurzelt, Autos umgeworfen, meterhohe Wellen wurden vor Galicien einem Fischer zum Verhängnis, seine Kollegen konnten noch gerettet werden, er wurde vom Meer verschluckt.
Stromausfälle ließen mehrere Millionen Menschen in Spanien und Frankreich im Dunkeln sitzen. Auch am Sonntag waren noch viele Menschen ohne Strom.
Der Verkehr war ebenso betroffen. Flughäfen schlossen, Autobahnen wurden gesperrt. Mehrere hundert Menschen saßen in Zügen fest, nichts ging mehr. Der Orkan sorgte nicht nur für Verwüstung sondern auch für Chaos.
An der Costa Blanca brachen Waldbrände aus, der Orkan hatte Strommasten umgeknickt, der Funkenschlag hatte für die Feuer außerhalb der Waldbrandsaison gesorgt. Tausende Menschen flüchteten vor den Feuern, die meisten selbstständig, nur 68 deutsche Rentner einer Seniorenresidenz benötigten Hilfe und wurden offiziell evakuiert.
Die Aufräumarbeiten haben begonnen. An der Costa Blanca konnten die Rentner wieder zurückkehren. Die Waldbrände sind wohl unter Kontrolle, am Samstag waren Löscharbeiten so gut wie unmöglich gewesen.
Frankreich und Spanien nach dem Orkan: Meldung vom 25.1.2009, geschrieben von JeSt
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