Hamburg zieht erstmals Bilanz

In Hamburg wurde heute von Finanzsenator Dr. Michael Freytag der kaufmännische Jahresabschluss vorgelegt. Dieser besteht aus Bilanz und Ergebnisrechnung. Hamburg ist das erste Bundesland in Deutschland, das wie ein privates Unternehmen nach den Regeln der kaufmännischen Buchführung Rechnung legt. Damit sind detaillierte Auskünfte über Ertrags-, Vermögens- und Schuldenlage in Hamburg möglich. Für das Jahr 2007 wird in der Hansestadt auch ein positives Ergebnis erwartet. Möglich macht dies steigende Steuererträge. Durch die Einführung der doppelten Buchführung sind nun ein genauer Überblick über Vermögen und Schulden der Stadt Hamburg möglich.
Hamburg verfügt zum Bilanzstichtag am 31.Dezember 2006 über Vermögenswerte in Höhe von 49,4 Mrd. Euro. Den größten Anteil daran haben Sachanlagen mit knapp 33 Milliarden Euro und Finanzanlagen mit rund 10 Milliarden Euro. Die wichtigsten Posten bei den Sachanlagen bilden die öffentlichen Grundstücke und Gebäude sowie die Infrastrukturbauten und die Kunstgegenstände. Bei den Kunstgegenständen, Denkmälern und musealen Sammlungen wurden Festwerte mit vorsichtig geschätzten Zeitwerten zur Ermittlung des Vermögenswertes eingesetzt. In den Finanzanlagen spiegeln sich in erster Linie die Unternehmenswerte der Hamburger öffentlichen Unternehmen in einer Gesamthöhe von 9,2 Milliarden Euro wider.
Auf der Passivseite sind vor allem die Rückstellungen in Höhe von fast 20 Milliarden Euro hervorzuheben. Hiervon entfällt der Großteil (rund 19 Milliarden Euro) auf Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gegenüber den hamburgischen Beamtinnen und Beamten. Sonstige Rückstellungen machen gerade einmal 946 Millionen Euro aus.
Den zweiten wesentlichen Posten bilden die Verbindlichkeiten Hamburgs in Höhe von 24,882 Milliarden Euro, und zwar gegenüber Kreditinstituten (14 Milliarden Euro) und gegenüber dem Kapitalmarkt (7,6 Milliarden Euro).
Die Differenz aus Vermögen und Schulden ergibt das Hamburger Eigenkapital: Zum Bilanzstichtag übersteigt das Vermögen Hamburgs die staatlichen Schulden und Sonderposten um 2,7 Milliarden Euro. Hamburg kann damit wie ein ordentlicher Kaufmann ein positives Eigenkapital vorweisen.


Hamburg zieht erstmals Bilanz: Meldung vom 14.8.2007, geschrieben von JeSt

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